Die Geschichte des Formenbaus

Ob Legospielzeug, Laptops, Reissverschlüsse, Verpackungen oder Industriebauteile – ohne Formenbau wäre unser modernes Leben nicht denkbar. Auf jeden Fall nicht in der Form.

Doch wie kamen die Menschen eigentlich darauf, Gegenstände und Materialien nicht zusammenzubauen, sondern zusammenzugiessen? Die Geschichte des Formenbaus reicht weit zurück.

Formenbau ist vielseitig.

Telefon, Waschmaschine, Velo, Auto, Rakete – nichts geht ohne Formenbau

Guss in Sand- und Speckstein

Stärker als wir es denken, prägt der Formenbau unser Leben – im Alltag, in der Freizeit, in der Forschung und Raumfahrt: Telefon, Waschmaschine, Velo, Auto, Rakete – nichts geht ohne Formenbau. Grundsätzlich ist die Sache einfach: Nachdem die Form vom Designer entworfen wurde, übernimmt der Formenbauer die Angaben und fertigt eine Negativform, welche Plastik oder Metall in die gewünschte Fassung bringt.

Bereits vor Jahrtausenden goss man heisses Metall in Stein. Das klingt jetzt etwas grob. Tatsächlich aber war man damit in der Lage, feinste Gegenstände mit beeindruckender Geschicklichkeit herzustellen. Das Negativ wurde aus weichem Sand- oder Speckstein mit Meissel, Schaber und Schnitzer angefertigt. Das heisse flüssige Metall erstarrt in dieser Form und wird zum gewünschten Behälter, Werkzeug, zum Schmuckstück oder zur Waffe. Und es waren durch unterschiedliche Gussverfahren sogar verschiedene Oberflächenstrukturen zu erreichen.

Massenproduktion: Die industrielle Serienfertigung

In der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts begann sich alles zu ändern: Mit Kohle betriebene Dampfmaschinen verwandelten einfache Werkstätten jetzt in komplexe Fabriken, in denen seriell und mit hohem Tempo produziert wurde. Neu konnte auch Stahl als preiswertes Massenprodukt hergestellt werden. Die Gross-Serienfertigung setzte auf Standardisierung der Produkte, auf Normung und Typisierung. Die Produkte werden sich exakt identisch.

Gegen 1900 dann konnte zusätzlich mit Turbinen Elektrizität erzeugt werden. Jetzt ging es so richtig los: Leistungsfähige Elektromotoren ermöglichten das Fliessband. Mit der Methode von Henry Ford wurden nicht nur Autos in Detroit, sondern auf der ganzen Welt auch Nähmaschinen, Spielwaren und Waffen zur erschwinglichen Massenware. Von nun an konnte in beliebiger Stückzahl  gefertigt werden.

Technische Möglichkeiten heute

Ab den sechziger Jahren lag der Schwerpunkt der Produktion auf der Herstellung von Kunststoffteilen im Spritzgiessverfahren. Das Spritzgiessen hat den Vorteil, dass Gegenstände aus verschiedenen Kunststoffen mit hoher Genauigkeit und in kurzer Zeit hergestellt werden können. Materialien und Oberflächenstruktur können dabei beliebig gewählt und digital angepasst werden. Und damit sind wir auch schon bei der dritten industriellen Revolution, die durch die flexible Automatisierung via Computer und Roboter genau so geprägt ist wie durch neue Energieträger (Erdöl oder Kernenergie).

Heute beschäftigt die Menschen aber längst nicht mehr nur das Wachstum, sondern auch dessen Grenzen. Die Umweltzerstörung nimmt eine Dimension an, die uns ernstlich Sorge bereitet. Die Pioniere des Formenbaus arbeiten mit Hochdruck daran, umweltverträglichere, nachhaltigere Verfahren zu entwickeln. Hier spielt die Schweiz als Land der Innovation eine bedeutende Rolle. Man darf gespannt sein, wie die Geschichte des Formenbaus weitergeht…

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