Umwelttechnik – Geschichtlicher Hintergrund, Entwicklung und Zukunft.

Man liest und sieht es in Zeitungen, im Fernsehen, in wissenschaftlichen Artikeln: In der Öffentlichkeit erlangte die Thematik der «Umwelttechnik» in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Häufig wird Umwelttechnik in einem Atemzug mit Nachhaltigkeit und Ökologie genannt. Doch was ist Umwelttechnik eigentlich und warum scheint sie so bedeutend zu sein?

Was ist eigentlich Umwelttechnik?

Die Ressourcen, die unser Planet uns zur Verfügung stellt, sind begrenzt. Es wird der Zeitpunkt kommen, wo die Erdölreserven versiegen und viele unserer Systeme nicht mehr funktionieren, ist bis dahin kein neuer Rohstoff gefunden. Die allgemeine Erderwärmung lässt die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und auf dem ganzen Planeten lassen sich gravierende klimatische Veränderungen beobachten.

Die Umwelttechnik sucht Wege zur Lösung ökologischer Probleme mittels Technologie. Auf der ganzen Welt forschen Umweltingenieure nach technischen Verfahren zum Schutz der Umwelt und zur Wiederherstellung bereits geschädigter Ökosysteme.

Die Vielfalt der behandelten Probleme erstreckt sich über weiter Felder. Die Verminderung der Luftverschmutzung, die Nutzung von erneuerbaren Energien oder das effektive Recycling von Abfällen sind nur einige populäre Beispiele.

Umwelttechnik - Geschichtlicher Hintergrund, Entwicklung und Zukunft

Umwelttechnik: Der Erde eine bessere Zukunft ermöglichen

Geschichtliche Entwicklung

Vorläufer der heutigen Umwelttechnik lassen sich bereits im Altertum beobachten. Mit dem Übergang der Menschheit von der Jäger-und-Sammler-Gesellschaft zu Ackerbau und Viehzucht entstanden erstmals zusammenhängende Siedlungen, und damit auch erste Probleme durch Abfall und Abwässer. Schon damals suchte man nach Lösungen für diese Probleme und baute Entwässerungskanäle. Im Römischen Reich wurden diese Techniken weiter entwickelt und mündeten in komplexen Abwassersystemen, die ganze Städte durchzogen.

Wie so viele Errungenschaften des Römischen Reiches, ging auch das Wissen um eine geordnete Abwasserentsorgung im Mittelalter weitestgehend verloren. Das trug zu verheerenden Pest- und Choleraepidemien bei. Auf der anderen Seite gab es im Mittelalter die ersten staatlichen Verordnungen zum Waldschutz, im Sinne von Rodungsverboten.

Die globale Umweltverschmutzung, wie wir sie heute wahrnehmen, nahm ihren Anfang während der Industriellen Revolution. Grosse Industrieanlagen schossen aus dem Boden, betrieben hauptsächlich durch die Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen. Dies führte zu einer zunehmenden Luftverschmutzung. Die Städte wuchsen und die Bevölkerungszahl nahm zu, mit ihr auch der Abfall der Städte und der Müll der Fabriken.

Ende der 1960er Jahre stellte man fest, dass sich die fortschreitende Entwicklung der Industrie sehr nachteilig auf die Umwelt auswirkt. Nachdem es einige Katastrophen wie zum Beispiel das Fischsterben im Rhein, die Verschmutzung der Meere oder die Explosion einer Chemiefabrik 1976 in Seveso und die darauf folgende Kontaminierung ganzer Landstriche gab, wurde man sich der Tragweite des Problems bewusst.

Erste Umweltschutzbewegungen entwickelten sich als eine Gegenreaktion auf die Industrialisierung, Urbanisierung sowie Luft- und Wasserverschmutzung. Dies waren auch die Anfänge der Umwelttechnik. Regierungen begannen Initiativen zur Erforschung der Verminderung der Umweltbelastungen und nahmen erstmals den Umweltschutz in ihr Wahlprogramm mit auf.

Auch in der breiten Bevölkerung entstand ein Umweltbewusstsein. Dies drückte sich zum Beispiel im Wahlerfolg der «Grünen» in den 1980er Jahren in Deutschland aus. Mit Voranschreiten der technischen Möglichkeiten entstand eine eigene Berufsgruppe, die des «Umweltingenieurs». Die gesamte Forschung widmete sich mehr und mehr der Suche nach technologischen Möglichkeiten, die Umwelt zu schützen und in ihrer Vielfalt zu erhalten.

Zukunftsaussichten

Viele Schwellenländer sind gerade dabei, ihre Infrastruktur nachzurüsten und für eine nachhaltige Umwelt «fit» zu machen. Besonders im Wassermanagement und im Recycling ergeben sich enorme Potenziale. Die Umwelttechnik und der Beruf des Umweltingenieurs werden in der Zukunft noch viel stärker an Bedeutung gewinnen. Die Suche nach nachhaltigen Rohstoffen sowie umweltschonenderen Materialien und Verarbeitungsmethoden ist die Mission der Forschung für die kommenden Jahrzehnte.

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