Verpackung, ein Team, das Schutz bieten soll

Verpackung ein Team? Wie denn? Verpackung ist ein Team wie eine Einheit aus verschiedenen Elementen, bzw. Menschen. Zum Beispiel die Hülle und das Verpackungsmaterial. Was wir aufreissen und entsorgen, wird konzipiert, um einen Spezialauftrag zu erfüllen: Kommunikation, Schutz, Transport und das gerne mehrmals. Komplexität, Vernetzung und Stabilität. Aber der Reihe nach.

Design: Botschaft, die konkret gelebt werden muss

Der Mensch bevorzugt Schönes. Das gilt auch für Verpackungen. Inhalt und Schutz sollten daher eins sein und sich mit ihren Botschaften nicht gegenseitig konkurrieren. Eine Flasche Wein, zum Beispiel, wird nicht in einem Billigkarton versendet. Auf dem Transport wird diese Verpackung aufgrund der maschinellen Weiterleitung im Versand, einige Schläge aushalten müssen. Was zerbrechlich ist, muss deshalb ausreichend geschützt werden. Auch wenn Verpackung etwas ganz Funktionales ist, geht es trotzdem auch um Emotionen. Bleiben wir bei unserem Beispiel Wein. Der Käufer wird aus einer guten Kaufklasse kommen. Auf der Suche nach einem ausgezeichneten Wein will er auch entsprechende Signale sehen. Spezialverpackung. Stabilität. Das Logo und vielleicht sogar ein Claim, der überzeugt. Entsprechend edle Schrift. Alles gut sichtbar. Wein und Qualität. Das passt.

Wein-Verpackung: Qualität, Stabilität und Schutz

Weinverpackungen sollen stabil sein und den Inhalt schützen.

Das Vorher, das Während und das Nachher

Verpackung wird hergestellt, transportiert und entsorgt. Bei der Herstellung gilt es, entsprechend vorauszuplanen. Verbraucht sie bei der Herstellung möglichst wenig Rohstoff? Ist sie stapelbar? Ist sie leicht? Einfach und umweltneutral entsorgbar? Auf dem Transport und bei der Zwischenlagerung geht es um Sekunden. Deshalb ist die Stapelbarkeit sehr wichtig. Stabil, leicht, dauerhaft, preiswert. All das muss bei der Verpackungsentwicklung berücksichtigt und gegeneinander abgewogen werden. Was im Voraus klar definiert ist, spart in der Wertschöpfungskette und im Transport wertvolles Geld.

Die Balance macht es aus

Aufwand und Ertrag, kurz- oder langfristige Strategien. Der Gang durch die Verkaufsregale zeigt mir immer wieder, nicht jede Verpackung ist gelungen. Wenn ein kleines Produkt in einer übergrossen Verpackung angeboten wird, dann aus dem Grund, dass dem Marketinginstrument Verpackung zu wenig Gewicht beigemessen wurde. Ohne Kompromiss, ohne Balance zwischen Aufwand, Ertrag und Botschaft geht es (noch) nicht. Branchenreport + Studie von IGM und IGBCE hat 2010 festgehalten: Die Verpackungsindustrie wird als differenzierter und kundenorientierter Wachstumsmarkt gekennzeichnet, der zunehmend auf qualifiziertes Fachpersonal angewiesen ist. Ein klarer Auftrag mit Perspektiven!

Tipp:

Bachmann-Kunststoff-Verpackungen.ch: Beispiel für Verpackungsentwicklung

Überarbeitet am 17.10.2017 / ar

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar