Verpackungsmaterialien – ein Marketingkonzept

Auf die inneren Werte kommt es an? Das mag ja sein. Im Versandhandel aber sieht die Sache ein wenig anders aus. Hier zählen auch die äusseren Werte – die Verpackung. Denn sie ist weit mehr als nur ein Schutzschild. Sie ist Marketinginstrument, Identitätsstifter und Augenweide in einem. Nur welches Verpackungsmaterial steht uns eigentlich zur Verfügung und welchen Effekt erzielt es?

Die Themen in diesem Artikel:

Verpackungsmaterial wie Luftpolsterfolile, Kartonschachteln, Dokumententaschen schützen Produkte im Versand.

Die Lustpolsterfolie: Ein Dauerbrenner beim Verpackungsmaterial

Welche Verpackungsmaterialien schmücken unsere Produkte?

Gute Neuigkeiten: Beim Verpacken geniessen wir grosse Gestaltungsfreiheit. Mit den verschiedensten Materialien setzen wir unsere Produkte in Szene. Wie wäre es mit ein paar Beispielen?

1. Kartonverpackungen – die ewige Nummer 1

Der Spitzenreiter unter den Verpackungsmaterialien ist und bleibt Karton.

Er ist stabil, wandelbar und umweltfreundlich. Denn nach getaner Arbeit lässt sich der Alleskönner mühelos wiederverwenden – und wieder und wieder. Da freut sich natürlich das Klima.

Tatkräftige Unterstützung bekommen Kartonverpackungen von Luftpolsterfolie oder Schaumfolie. Zuverlässig statten sie den Innenraum aus und schützen unsere Produkte beim Transport. So kommt die Ware sicher und unversehrt bei der Kund:in an – ganz ohne Kratzer, Risse und Bruchstücke.

Nicht umsonst bezeichnet man Kartonagen und Luftpolster- oder Schaumfolie gerne als das Dreamteam in der Verpackungsbranche.

Bei besonders sensiblen oder schweren Waren greifen Versandhändler:innen häufig auf Handstretchfolie zurück. Aus gutem Grund: Das Material ist aussergewöhnlich reissfest und dehnbar. Wie eine unsichtbare Schutzhülle legt es sich um die Kartonage und bietet maximale Sicherheit beim Transport.

Was halten Sie von einer filigranen Alternative zur Handstretchfolie? Dann empfiehlt sich das Umreifungsband. Die schmale Schnur umschliesst fest das Paket und hält die Kartonage sicher zusammen. So kann unterwegs nichts herauspurzeln. Übrigens: Wer sich eine Extraportion Stabilität wünscht, der setzt auf Stahlband. Seine Langlebigkeit und Widerstandskraft suchen ihresgleichen.

2. Die Dokumententasche – der schmale Klassiker

Ob Schmuckstücke, Lebensmittel, Kleidung oder Schreibwaren – kleinere Waren brauchen nicht unbedingt eine grosse Kartonverpackung. Manchmal tut es auch die Versandtasche, auch Dokumententasche genannt. Hier spricht der Name für sich: Die Verpackung hat die gleichen Masse wie eine Dokumententasche. So verwertet sie ihren Platz optimal. Es bleibt kein überschüssiger, ungenutzter Raum übrig – wie es bei Kartonverpackungen oft der Fall ist.

Verpackungsmaterial, das die Zielgruppe trifft

Ist doch nur die Verpackung. Da muss ich mir keine Mühe geben. Nur das Produkt zählt. Genau so denken viele Versandhändler:innen. Und das erklärt auch die lieblosen Verpackungen, die bei uns zu Hause eintrudeln. Doch ganz ehrlich: Wer freut sich schon über zerknautschte Kartons und eingerissene Versandtaschen, aus denen die Hälfte der Ware bereits herauslugt? Würden Sie noch einmal bei diesem Shop bestellen?

Schluss mit den zerrissenen und eingedrückten Verpackungen. Ab sofort wird der Versand zum Augenschmaus. Nur wie gelingt dieser Augenschmaus? Geschmäcker sind schliesslich verschieden. Jede Zielgruppe hat ihre eigenen Vorlieben.

Zum Beispiel: Der neue Energy Drink richtet sich speziell an ein jugendliches Publikum zwischen 14 und 21 Jahren. Und so muss er auch aussehen. Eine langweilige Kartonage ohne Schnickschnack ist hier fehl am Platz. Bunte Grafiken, witzige Logos im Comic-Stil und freche Sprüche kommen besser an.

Andersherum ist es bei traditionellen Produkten, die ein älteres Publikum ansprechen sollen. Nehmen wir eine edle Schweizer Schokolade als Beispiel. Knallige Neon-Prints, fetzige Muster und flotte Slogans sind hier kontraproduktiv. Elegant und vornehm muss es sein. Gedeckte Farben, stilvolle Muster und inspirierende Sprüche lösen mehr Emotionen in der Zielgruppe aus.

Umso wichtiger ist eine umfangreiche Zielgruppenanalyse vor dem Verpackungsdesign. Wer ist überhaupt meine Zielgruppe und was wünscht sie sich von ihrem Produkt?

Genau diese Fragen gilt es zu erklären. Ansonsten designt man nur ins Blaue hinein.

Markenidentität – wenn das Verpackungsmaterial zum Botschafter wird

Ob Kartonverpackung oder Versandtasche – jede Versandverpackung kann zum Identitätsstifter werden – zu einem stillen Markenbotschafter.

Nur ein Blick auf die Verpackung und wir wissen Bescheid. Das ist doch die hippe Online-Apotheke, die mit 24-Stunden-Versand wirbt. War das nicht die erlesene Fair Trade-Kaffeemarke, die ihre kolumbianischen Kaffeebauern erstklassig für ihre Plantagenarbeit entlohnt? Und dieses farbenfrohe Paket da vorne kommt ihnen doch auch irgendwie bekannt vor, oder? Denn wer könnte den grössten und angesagtesten Möbel-Shop in der Schweiz schon vergessen?

Kurz gesagt: Die Verpackung muss ein Selbstläufer werden. Sie muss für sich sprechen. Ihre Botschaft muss ankommen – auf den ersten Blick. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn wie genau wird das Verpackungsmaterial zum Selbstläufer? Was halten Sie von einer paar simplen Profi-Tipps für ein verkaufsstarkes Packaging?

  • einheitliches Farbkonzept: Die eine Versandtasche ist gelb, die andere blau. Pink und Grün dürfen natürlich auch nicht fehlen. Aber Augenblick, ist die Farbvielfalt beim Packaging wirklich der richtige Weg? Experten sagen «Nein«. Einheitliche Farben machen einen besseren Marketingjob. Ob schwarz-weiß, grün-blau oder lila-beige – Hauptsache, es gibt einen roten Faden. Das erhöht den Wiedererkennungswert und stärkt die Kundenbindung.
  • einheitliches Logo: Beim Logo gilt genau dasselbe wie bei den Farben. Es darf kein Wirrwarr geben. Kontinuität lautet das Zauberwort. Jonglieren Sie nicht nach Lust und Laune mit Logos. Entscheiden Sie sich.
  • Verpackungsmaterial mit bunten Akzenten: Ein buntes Stahlband? Ja bitte, der kleine farbenfrohe Akzent wickelt die Kund:in mühelos um den Finger. Denn genau diese Kleinigkeit hebt Sie von der Konkurrenz ab.

© industrie-produkte.ch, 10.11.2023, Autorenteam, Jana Winter

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