Digital Signage – Digitale Beschilderung, die auffällt

Dass in der Werbebranche immer mal wieder neue Fachbegriffe auftauchen, ist nichts Neues. Die digitale Technologie entwickelt laufend neue Möglichkeiten. Ein Begriff ist Digital Signage, was nichts anderes bedeutet als digitale Beschilderung.

Einsatzgebiet

Werbung, die sich bewegt – so würde ich Digital Signage umschreiben. Da ist ein Bildschirm, auf dem entweder Werbebotschaften gezeigt werden oder sogar ein Film. Eine Werbeform also, die ganz sicher Aufmerksamkeit auf sich zieht. Was auch der Sinn ist von Werbung. Digital Signage wird auf öffentlichen Plätzen, auf Bahnhöfen und Flughäfen (zum Beispiel für die elektronische Anzeige von An- und Abfahrtszeiten, Verspätungen etc.), in Hotels und Geschäften (Instore TV) eingesetzt. Der grosse Vorteil:

Man kann Werbung jederzeit auf eine bestimmte Zielgruppe ausrichten, zum Beispiel nach Alter oder Geschlecht.

Je nach Kundenströmung, sofern diese erkannt und gemessen werden kann. Durch das einfache elektronische Auswechseln ist man flexibler und es fallen weniger Kosten an, als beim traditionellen Plakat. Unklar ist, wie hoch die Kosten für die Betreibung als solches sind. Im Artikel «Die versteckten Kosten von Digital Signage Streaming Diensten» auf Blackbox.de, zeigt Autor Mario Avila ein Berechnungsbeispiel auf. Mit dem Kauf der richtigen Player hat man die Kosten sicher besser im Griff.

Vorteile von Monitoren / Displays

Die im luzernischen Hochdorf ansässige Bachmann Display AG nennt bei Digital Signage den hohen Stopping-Effekt als Vorteil. Ganz wichtig sind auch ein Höchstmass an Informations- und Gestaltungsmöglichkeiten am POS (Point of Sales). Kürzere Reaktionszeiten und breite Flexibilität für die Kommunikation am Verkaufspunkt. Displays lassen viel Spielraum mit den Kommunikationsmöglichkeiten zu. Dass Digital Signage auf dem Siegeszug ist, zeigt auch die Verwendung in Spitälern, Schulen, Einkaufszentren, im Tourismus etc. Laut der Online-Enzyklopädie Wikipedia.org, wird der weltweite Umsatz im Digital-Signage-Markt nach einer Prognose von markets and markets bis ins Jahr 2020 auf über 14 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Digital Signage Lösungen: Individuelle Bedürfnisse sind möglich

Botschaften, auffallend, flexibel – Digital Signage hat viele Vorteile.

Erfolg von Digital Signage messen

Im Buch «Digital Signage: Technologie, Anwendung, Chancen & Risiken» von Michael Kaupp, schreibt der Autor: Digital Signage habe am Point of Sales meist die Aufgabe, Abverkäufe zu steigern. Durch die Messung allein an den Verkäufen, steht dieser Werbekanal unter einem grossen Erfolgsdruck. Dies an einem Ort, der häufig von Informationsüberfluss geprägt ist. Auch bei DS gilt. Die Werbebotschaft muss auf die Interessen der Zielgruppen ausgerichtet sein. Laut einer Studie, welche Visual Merchandising Initiative (VMI) in Getränkecentern durchführte, lag der Umsatz von Produkten, über denen ein Bildschirm hing, um 12,5 % höher, als wenn mit traditionellen POS Material geworben wurde. Der Einsatz von Digital Signage am POS hat es also in sich. Es müssen Kunden angesprochen, gleichzeitig aber nicht vom Kauf abgelenkt werden.

Herausforderungen

Ein Digital-Signage-System muss ins Warenwirtschaftssystem des Handels integriert werden. Damit wird sichergestellt, dass die beworbene Ware vor Ort die aktuellen Preise anzeigt. Weiter wollen Markenartikelhersteller die Bildschirme möglichst nahe bei den Produkten platziert haben. Der Händler hingegen stellt dann und wann seinen Verkaufsladen um. So kann es passieren, dass Werbung am falschen Ort für falsche Produkte angezeigt wird. Genau diese Übereinstimmung zwischen Produkt, Bedürfnis und Zeitpunkt ist aber immens wichtig. Sie gilt für alle Werbeformen und garantiert den höchstmöglichen Informationsfluss und Verkaufserfolg.

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