Verpackungen von gestern bis heute

Um Dinge sicher zu transportieren oder zu verstauen und zu lagern, nutzen Menschen schon seit vielen Jahrtausenden Verpackungsmaterialien. Früher nutzte man vorwiegend Materialien, die die Natur zur Verfügung stellte.

Die Themen dieses Artikel im Überblick:

Verpackungen entwickeln - Design, Stabilität

Verpackungen von gestern bis heute

Die Geburt der Verpackungen

  • Grosse Blätter wurden verwendet um Nahrungsmittel einzuwickeln und sie so vor Schmutz zu schützen und mitnehmen zu können.
  • Langfaserige Gräser und Halme wurden genutzt, um Güter zu verschnüren.
  • Später wurden Tierhäute als Verpackung verwendet.
  • Um Wasser mitnehmen zu können, wurden Kalebassen aus Flaschenkürbissen oder Hörner eingesetzt.
  • Seitdem die Menschen Papier, Töpferwaren, Stoffe und Leder herstellen konnten, wurden diese auch als Verpackungen benutzt.

Verpackung aus natürlichen Materialien

Verpackungsmaterial aus natürlichen Materialien war aufwendig zu sammeln und herzustellen und somit sehr kostbar. Behälter und Hüllen wurden von den Menschen so oft wie möglich wiederverwendet.

Erst mit der Konsumgesellschaft und der industriellen Nutzung von Kunststoffen wurden Verpackungen zu billigen Wegwerfartikeln.

Es wurden und werden immer noch riesengrosse Mengen an günstigen Verpackungsmaterialien produziert, einmalig verwendet und weggeworfen. Daraus resultieren immense Berge an Müll.

Häufig sind diese Verpackungen, Folien, Einwegflaschen, Tüten, Blister, Klebebänder oder Füllmaterialien aus Plastik hergestellt.

Die verschiedenen Kunststoffmaterialien werden auch heute überwiegend aus Erdöl produziert. Recycelte, klimaneutrale Werkstoffe kommen glücklicherweise immer häufiger zum Einsatz. Zumeist aus Kostengründen nehmen Produkte aus erneuerbaren Rohstoffquellen, die zudem häufig auch biologisch abbaubar wären, aktuell nur einen kleinen Anteil am Verpackungsmarkt ein.

Umweltfreundliche Verpackungsmöglichkeiten sind zu fördern

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Umweltfreundliche Verpackungsmöglichkeiten sind zu fördern.

Die Zukunft der Verpackungen

Die Zukunft des Verpackens liegt nahe bei den Anfängen.

Statt Einwegverpackungen sollten Konsumenten Verpackungen mehrfach wiederverwenden. Sollten die Materialien ausgedient haben, sollten sie unbedingt wieder dem Rohstoffkreislauf zugeführt und recycelt werden. Am besten wäre es, natürliche Materialien oder langlebige Produkte, die unendlich wiederbenutzt werden können, einzusetzen.

Ein erster Schritt, um Verpackungsmüll zu vermeiden, ist beispielsweise, für Getränke stets eine wiederverwendbare Flasche mitzunehmen.

Ausserdem können Stoffbeutel und mehrfach benutzbare Gemüsenetze oder Gemüsebeutel helfen, beim Einkaufen den Verbrauch von Einwegverpackungen aus Plastik oder Papier zu reduzieren. Beim Kauf von offenen, unverpackten Produkten auf dem Markt, beim Metzger, beim Beck oder in einem Unverpacktladen kann man Körbe, Taschen, Dosen, Gläser und Kanister nutzen, um die gekauften Waren bequem und sicher zu transportieren und zu lagern.

Es gibt nicht nur Lebensmittel ohne Verpackung im Handel, auch Kosmetikprodukte und Reinigungsmitteln können verpackungsfrei gekauft werden.

Quellen und Tipps

Autor und redaktionelle Leitung

Andreas Räber ist seit über 40 Jahren im Verkauf, Marketing und Coaching tätig. Er hat die Ausbildung zum Lebensmittelverkäufer bis hin zum Filialeiter bei einem grossen Detailhandelsunternehmen in der Schweiz sehr erfolgreich abgeschlossen. Weiter war er acht Jahre Verlagsleiter in einem CD-, Kassetten-, und Videoverlag und ist darum mit dem Thema Verpackung bestens vertraut. Mehr zum Autor auf Andreas-Räber.ch.

Andreas Räber: Redaktionelle Leitung industrie-produkte.ch

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© industrie-produkte.ch/27.6.2019, überarbeitet am 28.4.2022/ar